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Inhalt Von Burgtiefe nach Klintholm Von Klintholm nach Ystad Von Ystad nach Simrishamn Von Simrishamn nach Christiansø Von Christiansø nach Hasle Von Hasle nach Klintholm Von Klintholm nach Burgtiefe |
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Der Yachthafen von Ystad hat uns nicht so gut gefallen, obwohl alles da
ist, was man braucht. Die Stadt, die sehr interessant sein soll, konnten wir
leider wegen Zeitmangel nicht besuchen.
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Der Südhafen vor dem Einlaufen |
Christiansø ist eine alte dänische Festungsinsel (seit 1684). Der Hafen, ein Naturhafen, ist relativ klein, zumindest in den Bereichen mit ausreichender Wassertiefe. Man muß also immer mit viel Gedränge im Hafen rechnen. Beim Einlaufen um 18 Uhr- wir steuerten den Südhafen an - winkte uns der Hafenmeister längsseits als drittes Schiff an einen Fischkutter.
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Nach dem Klarmachen des Schiffes machten wir uns sofort auf
Entdeckungsreise, obwohl man wegen der Kleinheit der Insel hier kaum
von Reise sprechen kann. Ein Rundgang dauert kaum mehr als eine halbe
Stunde. Man sollte sich diesen aber auf keinen Fall entgehen lassen! |
Unser Schiff, eine ELAN 431, ATARAXIA |
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Der Südhafen von Christiansø |
Blick von einer der "Batterien" auf den Südhafen |
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Im Osten von Christiansø liegt diese
romantische Ankerbucht.
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Bei diesem Anblick fühlt man sich fast in ein anderes Zeitalter versetzt! Der romantische Schoner lag im Nordhafen. Er war mit einer Jugendgruppe unterwegs. |
Auf der Hauptinsel findet man unter dem Festungsturm ein sehr gemütliches Gasthaus. Dort trifft sich abends fast die ganze Einwohnerschaft der Insel. Man kann dort auch fürstlich speisen.
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Rechts sieht man den Steg, der Frederiksø mit der Hauptinsel verbindet. Er ist drehbar, wird aber normalerweise für die Sportschiffahrt nicht geöffnet.
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| Die Hafengebühr ist in Christiansø nicht ganz billig (150 dKr). Trotzdem fiel uns der Abschied schwer. Wir werden diese wunderschöne Insel sicher wieder einmal besuchen. |
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Der fünfte Abschnitt
von Christiansø nach Hasle
(24 Meilen)
Es war 9 Uhr, als wir Christiansø am Mittwoch bei herrlichstem Sommerwetter und NW-Wind, Stärke 3 verließen. Leider hielt der Wind nicht sehr lange an und wir mußten wieder den Motor starten. Erst kurz vor der Nordspitze von Bornholm kam wieder etwas Wind auf. Wir segelten auf leicht gekräuselter See entlang der Küste um Hammerodde herum. Kaum hatten wir das Kap passiert, war der Wind schlagartig weg. Es ging so plötzlich, daß der Fahrtwind den Baum überkommen ließ. Es war also wieder Motorfahrt angesagt. Um 17 Uhr machten wir in Hasle fest.
Hier haben wir vor zwei Jahren schon einmal gelegen. Es gibt da
südlich des Ortes eine Fischräucherei, die man unbedingt besuchen
sollte. Wir klarten das Schiff in aller Eile auf und machten uns auf den Weg.
Die Enttäuschung war groß, als wir sahen, daß die
Fischräucherei bereits geschlossen hatte. Eine freundliche Dame hatte
aber Mittleid mit uns und öffnete nochmals. Wir versorgten uns mit
reichlich Fisch und wanderten zurück.
Auf dem Hafengelände gibt es
einige Bänke und Tische, auf denen wir unser Abendessen einnehmen konnten.
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Der sechste Abschnitt
von Hasle nach Klintholm
(92 Meilen)
Wir verließen am Donnerstag um 9 Uhr Hasle in Richtung Ystad. Der Wind wehte schwach aus Südost. Erst gegen Mittag drehte er etwas recht und nahm auf 3 Bft. zu. Wir erreichten in dieser Phase unter Spi über 8 Knoten. Gegen 15.30 Uhr bargen wir den Spinnaker und fuhren einige Zeit mit halbem Wind, um uns von dem Schießgebiet östlich von Ystad freizuhalten. Später, wieder vor dem Wind, baumten wir die Genua mit dem Spibaum aus. Die Fahrt war fast so groß wie mit dem Spinnaker. Wir hatten aber wesentlich weniger Arbeit mit den Schoten und mußten uns nicht so konzentrieren. Da das Wetter gut war, entschlossen wir uns, die Nacht weiterzufahren, und dafür dann länger in Klintholm Station zu machen. Gegen 22 Uhr nahmen wir Kurs auf Møn. Es war äußerst interessant, an Trelleborg vorbeizufahren und die unterschiedlichsten Lichter zu beobachten. Es herrschte viel Schiffsverkehr.
Dazu noch ein Erlebnis, das mich vom Sinn des Seglerlichtes - rot über grün - im Masttop überzeugte:
Von Norden sahen wir eine Fähre kommen, die hinter uns durch gehen würde. Wir erschraken, als wir plötzlich von der etwa 200 m entfernten Fähre mit einem hellen Scheinwerfer angestrahlt wurden. Ich glaube, daß man von der Fähre aus wegen der relativ unruhigen See nur sehr schwer erkennen konnte, um was für ein Fahrzeug es sich handelte, da man von dort nur unser Hecklicht, das am Heckkorb angebracht war, sehen konnte. Positionslichter, wie wir sie führten - eine Zweifarbenlaterne am Bugkorb und ein Hecklicht am Heckkorb sind einfach zu niedrig angebracht, um bei bewegter See ausreichend gut gesehen zu werden. Mit einem Seglerlicht - rot über grün - im Masttop wäre die Situation wahrscheinlich klarer gewesen.
Um 3 Uhr schlief der Wind ein. Wir waren für die herrschenden
Windverhältnisse zu dicht unter Land gefahren.
Nach einer halben Stunde Motorfahrt bekammen wir südlich von Møn
wieder Wind. Um 5 Uhr morgens machten wir in Klintholm fest. Mittlerweile war
es Freitag.
Wir legten uns erst einmal schlafen. Als wir mittags wieder aufwachten, fanden wir schon die Mahnung der übrigens sehr freundlichen Hafenmeisterin an unserer Reling, die Hafengebühr zu bezahlen. Nachdem wir das erledigt und einige Telefonate geführt hatten, erklärte uns Herbert, daß er am Samstag Abend dringend zu Hause erwartet würde. Nachdem es für Herbert keine Möglichkeit gab, von Møn aus alleine nach Hause zu kommen, blieb als einzige Lösung eine weitere Nachtfahrt mit unserem Schiff übrig.
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Der siebte und letzte
Abschnitt
von Klintholm nach Burgtiefe
(63 Meilen)
Wir liefen also schweren Herzens am
Freitag um 16.45 wieder aus Klintholm aus. Der Ostwind hielt mit ca. 3
Windstärken bis um 20 Uhr an. Dann mußte wieder der Motor heran.
Das Groß ließen wir stehen, da wir bald wieder Wind erhofften.
Andererseits wirkte das Segel aber auch sehr stabilisierend, so daß
Herbert und Karl, die auf der Heimfahrt die Autos fahren mußten, ruhig
schlafen konnten. Um 23.45 Uhr passierten wir Trindelen S. Es wurde sehr
diesig. Aus dem Segel lief immer wieder Kondenswasser ins Cockpit. Der
Schiffsverkehr hielt sich zum Glück in Grenzen. Wir mußten nur
einmal aufstoppen, um ein größeres Schiff passieren zu lassen.
Die Sichtweite betrug nur etwa 2 sm, als endlich um 5.20 Uhr Staberhuk in
Sicht kam. (Plötzlich war der Leuchtturm weg. Er wurde um Punkt 6 Uhr
ausgeschaltet.)
Um 7.40 machten wir in Burgtiefe fest und legten uns ein paar Stunden aufs
Ohr, bevor wir das Schiff zurückgaben.
Wir haben in diesen knapp 8 Tagen ca. 425 Meilen, davon 120 unter Motor, zurückgelegt. Das Wetter zeigte sich fast durchwegs von seiner freundlichen Seite. Die Temperaturen waren so hoch, daß wir geneigt waren, von "Mittelmeerverhältnissen" zu sprechen. Leider ließ die Windstärke vielfach zu wünschen übrig. Nicht nur, daß der Wind meistens aus der Richtung kam, in die wir segeln wollten, das ist man als Segler ja gewöhnt, aber ein bißchen mehr hätte uns schon gefallen.